Meniskus nähen / verschrauben:
Oberstes Ziel: Den Meniskus erhalten
Vor ungefähr 25 Jahren veränderte sich in der Medizin die Ansicht über Funktion und Bedeutung der Menisken dramatisch. War man vorher noch der Ansicht, sie wären nicht sonderlich wichtig für das Kniegelenk, weiß man heute sehr genau um ihre Funktion und Bedeutung für ein gesundes Knie. Daher wurde früher bei Meniskusverletzungen auch schneller der komplette Meniskus entfernt, anstelle ihn zu reparieren.
Prof. Toft legt in seinem Knie Zentrum allerhöchsten Wert auf das Erhalten der Gelenke und deren Bestandteile. Dabei ist es auch selbstverständlich, dass immer versucht wird, möglichst viel gesundes Meniskusgewebe zu erhalten und so wenig wie möglich davon zu entfernen.
Meniskusnaht
Grundsätzlich gilt auch bei Meniskusverletzungen: Je früher die Verletzung erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden und desto mehr kann vom verletzten Meniskus erhalten werden. Stellt sich bei der Arthroskopie heraus, dass der Meniskus genäht werden kann, dann ist dies meist noch während der Gelenkspiegelung möglich. Das Nähen der Menisken ist am besten möglich, wenn der sich Riss kapselnah, an einer gut durchbluteten Stelle befindet, dort wird er am schnellsten verheilen. Bei der Meniskusnaht werden Fäden verwendet, die sich nach einigen Wochen von selbst auflösen, ein erneutes Öffnen des Kniegelenks zum Ziehen der Fäden ist somit nicht notwendig.
Meniskus schrauben:
In einigen Fällen kann der Meniskus mit speziellen Schrauben oder Stiften fixiert werden. Eine dieser Methoden erfolgt mittels spezieller Meniskus-Schrauben, deren Gewinde so gestaltet sind, dass sie nach dem Anziehen die beiden auseinander gerissenen Meniskusteile wieder zusammen pressen.