Allgemeines über den Meniskus – Meniskus Definition:
Als Meniskus wird in der Regel als eine halbmondförmige Faserknorpelscheibe (Griechisch meniscos: „mondförmig“) im Kniegelenk bezeichnet.
Funktion des Meniskus
Knie mit Menisken
Der Meniskus dient im Knie dazu, die Kräfte vom Oberschenkelknochen auf den Schienbeinknochen im Unterschenkel zu übertragen. Er erfüllt unter anderem die Aufgabe, den am unteren Ende runden Oberschenkelknochen an den am oberen Ende flachen Unterschenkelknochen anzupassen.
Damit sorgt der Meniskus im Knie für eine bessere Lastenverteilung und er fungiert dort als natürlicher Stoßdämpfer, der die Belastung im Knie begrenzt.
Durch seine Elastizität kann sich der Meniskus gut an Belastungen anpassen und er erfüllt damit seine Funktion als Stoßdämpfer im Knie zwar gut, aber durch seine Konsistenz kann er noch eine weitere Aufgabe übernehmen: Der Meniskus hat auch die Aufgabe, die Verteilung der Gelenkflüssigkeit im Knie zur Reibungsminderung sicher zu stellen.
Darüber hinaus besitzt der Meniskus noch eine stabilisierende Funktion im Knie, da er das Gelenk seitlich begrenzt.
Meniskusschäden
Weist der Meniskus im Knie aber Schäden wie Risse oder Quetschungen auf, bedeutet dies für das Kniegelenk aber unter anderem, dass sich der Gelenkknorpel an den Knochenenden schneller abnutzt und damit sehr schnell Verschleißerscheinungen auftreten können.
Dieser Verschleiß kann bis hin zu einer Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) führen.
Aufbau der Menisken
Innenmeniskus
In jedem Knie befindet sich ein so genannter Innenmeniskus und einen Außenmeniskus. Der Innenmeniskus sieht dabei aus wie ein großes C und ist mit dem Innenband und der Gelenkkapsel fest verwachsen. Der Innenmeniskus ist daher wenig beweglich und auch wesentlich anfälliger für Verletzungen, die zum Beispiel bei Stürzen auftreten können. Der Innenmeniskus wird bei einer Drehung nach innen entlastet und bei einer Außendrehung belastet.
Außenmeniskus
Das Gegenstück zum Innenmeniskus ist der Außenmeniskus. Betrachtet man ihn von oben, so ist er kreisförmig. Der Außenmeniskus ist beweglicher als der Innenmeniskus, da er nur zum Teil mit der Gelenkkapsel verwachsen ist. Auch die Belastung kehrt sich um: bei einer Innendrehung wird der Außenmeniskus belastet, erfolgt eine Drehung nach außen, wird er entlastet.
Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen
Insgesamt besteht der Meniskus aus drei Teilen, einem vorderen Teil, der auch Vorderhorn genannt wird, einem mittleren Teil, dem Pars media, und einem hinteren Teil, dem so genannten Hinterhorn. Das Hinterhorn des Innenmeniskus ist am anfälligsten für Verletzungen, daher treten Meniskusverletzungem hier auch am häufigsten auf. Der Meniskus ist nur in den äußeren Bereichen gut durchblutet, was zur Folge hat, dass auch nur Verletzungen in diesem Bereich gut verheilen können. Risse im nicht durchbluteten Teil des Meniskus können nicht mehr zusammen wachsen. Daher muss der abgerissene oder angerissene Teil des Meniskus möglichst schnell entfernt werden. Bei einer Meniskusoperation darf aber immer nur so viel wie notwendig und so wenig wie möglich vom Meniskusknorpel abgetragen werden. Mit jedem stück entfernten Meniskusgewebes steigt die Gefahr einer Arthrose im Kniegelenk an